Dauerfristverlängerung und Sondervorauszahlung

Auf Antrag kann das zuständige Finanzamt die Frist zur Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung und der Zahlung um einen Monat verlängern.

Antrag zur Fristverlängerung
Der Antrag muss vor der ursprünglichen Frist zur Umsatzsteuer-Voranmeldung gestellt werden, also bis zum 10. Februar. Der Antrag auf Dauerfristverlängerung muss ab 2011 elektronisch abgegeben werden.

Sondervorauszahlung
Ist der Unternehmer zur monatlichen Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldungen verpflichtet, ergeht die Dauerfristverlängerung nur unter der Auflage der Anmeldung einer Sondervorauszahlung. Dieses Verfahren soll einen möglichen Zinsvorteil abschöpfen, welches sich der Unternehmer durch spätere Zahlung der Umsatzsteuervorauszahlungen verschafft.

Die Sondervorauszahlung beträgt jährlich i.H.v. 1/11 der Summe der Umsatzsteuer-Vorauszahlungen des vorangegangenen Kalenderjahres (§ 47 Absatz 1 und § 48 Absatz 2 UStDV). Handelt es sich dabei um ein Rumpfgeschäftsjahr, ist die Summe des tatsächlichen Zeitraums auf eine Jahressumme hochzurechnen.

Die Sondervorauszahlung ist jährlich bis zum 10. Februar anzumelden und fällig. Sie wird wie die Dauerfristverlängerung angemeldet.

In der Umsatzsteuer-Voranmeldung für Dezember des zuendegegangenen Jahres wird die im vergangenen Jahr geleistete Sondervorauszahlung abgezogen und die neu berechnete Sondervorauszahlung für das folgende Jahr hinzugerechnet.

Wirksamkeit
Es ergeht kein Bescheid. Sofern das Finanzamt den Antrag nicht ausdrücklich ablehnt, kann der Unternehmer die Dauerfristverlängerung nutzen. Sie gilt bis auf Widerruf.

In der Regel stimmt das Finanzamt dem Antrag zu. Er wird nur in den Fällen abgelehnt, in denen der Steueranspruch dadurch gefährdet erscheint.

Die Dauerfristverlängerung gilt seit dem 01.07.2010 nicht mehr gleichzeitig für die Abgabe der Zusammenfassenden Meldung.

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